Deutsch für Deutsche XXV

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Ab sofort: Sprichwörter

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In nächster Zeit wird hier in loser Folge mal nicht dem Sprachverfall nachgegangen, sondern wir spüren der Bedeutung (etyomologisch als auch umgangssprachlich) nach. Dank der eben entdeckten Seite fällt das gar nicht mehr so schwer.

Heute:

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Während wir hier stets dachten, daß es in etwa das bedeutet:

[1a] deutet an, dass ein Kind Eigenschaften und Verhaltensweisen von den Eltern übernimmt

[1b] im übertragenen Sinne; bildlich: abstammende Dinge, Erscheinungen weisen gemeinsame Merkmale mit den Dingen und Erscheinungen auf von denen sie abstammen

(Quelle: Wiktionary)

ist die Herkunft des Satzes so zu erklären:

Bei den alten Germanen, vor allem bei den niederdeutschen und westfälischen Sippen, gab es in vorrömischer Zeit die Institution des Abfells (ahd. Ümpel). Der Abfell war ein Zwilling, in einer Neumondnacht geboren, dessen Bruder – nur männliche Nachkommen kamen hierbei in Frage – in einer Stammesfehde gestorben war. Für einige Zeit bekam der überlebende Zwilling, der Abfell, zum Trost zahlreiche Vergünstigungen eingeräumt: Er durfte jede Nacht eine Frau seiner Wahl zu Bette führen, so viel Met trinken, wie er konnte, und im Beisein des Häuptlings Wind lassen. Dies alles um die Seele des Gestorbenen zu besänftigen. Ein Jahr nach dem Tod des Geschwister allerdings mußte nun der Abfell sich selbst vor den Palisaden des Dorfes entleiben. Daher: Der Abfell fällt (stirbt) nicht weit vom Stamm (seiner Sippe).

(Quelle: sprichwoerter.net)

Also nix mit der leckeren Frucht, die ja bekanntlich auch Herrn Newton inspiriert haben soll.

 

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